Bild: Elefanten am Ufer des Kazinga-Kanals

Die Big Five in Uganda: Was Sie wirklich sehen

Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn: wo Sie welches Tier sehen und was realistisch ist.

Redaktion Uganda Gorilla Trekking
Veröffentlicht: 5. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Die Big Five in Uganda: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn sind die bekanntesten Tiere einer Afrika-Safari. Wer an Uganda denkt, denkt allerdings eher an Gorillas als an die Big Five, und das zu Recht. Trotzdem finden Sie alle fünf auch hier, mit einigen Einschränkungen.

Hier lesen Sie, wo Sie welches Tier sehen, wie gross die Chancen sind und was Sie realistischerweise erwarten können. So wissen Sie vorher, was Sie bekommen und was nicht.

Was sind die Big Five?

Der Begriff stammt aus der Jagdzeit und bezeichnete die fünf Tiere, die am schwierigsten zu jagen waren: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn. Heute zählt man damit, was man auf Safari gesehen hat. Uganda hat alle fünf, aber nicht überall und nicht gleich leicht.

Löwe

Löwen leben im Queen-Elizabeth-Nationalpark und im Murchison-Falls-Nationalpark. Im Ishasha-Sektor, dem südlichen Teil des Queen Elizabeth, sind sie dafür bekannt, in Feigenbäume zu klettern. Die Ebene von Kasenyi gehört zu den besten Orten für Raubtiere. Passend dazu: 3 Tage: Baumkletternde Löwen und Gorillas.

Leopard

Leoparden sind scheu und vor allem nachts aktiv. Sie kommen in mehreren Parks Ugandas vor, eine Sichtung ist aber selten und nie garantiert. Rechnen Sie mit höchstens einer Begegnung, und das wäre bereits Glück.

Elefant

Elefanten sehen Sie leicht: im Queen Elizabeth entlang des Kazinga-Kanals und im Murchison Falls in der Savanne. Im Kibale-Wald leben zudem Waldelefanten, die man selten zu Gesicht bekommt. Auf der Bootsfahrt über den Kazinga-Kanal kommen Sie den Tieren am Ufer sehr nahe.

Büffel

Büffel sind zahlreich und in der ganzen Savanne zu finden: im Queen Elizabeth, im Murchison Falls und auf der Ebene von Kasenyi. Sie grasen oft in grossen Herden. Vorsicht gilt bei einzelnen alten Bullen, die deutlich gefährlicher sind als die Herde.

Nashorn

Das Nashorn ist die Ausnahme. Freilebende Nashörner gibt es in Uganda nicht mehr; sehen können Sie sie nur im Ziwa Rhino Sanctuary, einem Schutzgebiet für Breitmaulnashörner auf dem Weg zu den Murchison Falls. Dort nähern Sie sich den Tieren mit einem Ranger zu Fuss. Ziwa ist Teil unserer Reise 9 Tage: Gorillas, Schimpansen und Safari.

Realistische Erwartungen

TierWo in UgandaChance
LöweQueen Elizabeth (Ishasha, Kasenyi), Murchison FallsGut, aber nicht garantiert
ElefantQueen Elizabeth, Murchison FallsSehr hoch
BüffelQueen Elizabeth, Murchison FallsSehr hoch
LeopardMehrere Parks, scheuSelten
NashornZiwa Rhino SanctuaryHoch, im Schutzgebiet

Wer gezielt die Big Five sucht, ist in Kenia oder Tansania besser aufgehoben. Wer Primaten und Abwechslung sucht, ist in Uganda richtig. Mehr dazu unter Safari in Uganda, Kenia oder Tansania?

So erhöhen Sie die Chancen auf Löwen und Leoparden

  • Früh oder spät unterwegs sein. Raubtiere sind rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am aktivsten.
  • Auf einen guten Guide setzen. Ein erfahrener Guide weiss, wo die Tiere zuletzt gesehen wurden.
  • Geduld haben. Eine Sichtung braucht Zeit und Ruhe.
  • Mehrere Nächte bleiben. Zwei oder drei Nächte geben deutlich mehr Chancen als eine.
  • Erwartungen anpassen. Leoparden bleiben selten.

Eine Big-Five-Route durch Uganda

Wer möglichst viele der Big Five sehen möchte, folgt am besten der Route 9 Tage: Gorillas, Schimpansen und Safari: Nashörner in Ziwa am ersten Tag, Elefanten und Löwen am Murchison Falls am zweiten und dritten Tag und am fünften Tag die baumkletternden Löwen von Ishasha. Büffel sehen Sie fast überall. Nur der Leopard bleibt Glückssache.

Mit mehr Zeit kommt die 14-tägige Uganda-Rundreise dazu, die zusätzlich zwei Tage im Queen Elizabeth mit Kasenyi und dem Kazinga-Kanal einplant.

Fotografieren auf Pirschfahrten

Nehmen Sie ein Teleobjektiv mit und stützen Sie die Kamera auf den Rand des offenen Dachs. Verzichten Sie auf Blitz und bewegen Sie sich langsam. Das frühe Licht gibt warme Farben und weiche Schatten; bei Tieren in Bewegung hilft eine kurze Verschlusszeit. Mehr Tipps unter Gorillas fotografieren.

Mehr als die Big Five

  • Berggorillas in Bwindi und Mgahinga, das berühmteste Tier Ugandas.
  • Schimpansen im Kibale-Wald.
  • Giraffen im Murchison Falls.
  • Flusspferde und Krokodile am Nil und am Kazinga-Kanal.
  • Uganda-Kobs, die Antilope, die die Savanne prägt.
  • Vögel, vom Eisvogel bis zum Greifvogel.

Uganda ist deshalb eher ein Ziel für Primaten und Vielfalt als ein klassisches Big-Five-Land.

Häufige Fragen

Kann ich in Uganda die Big Five sehen?

Ja, alle fünf kommen vor. Das Nashorn allerdings nur im Ziwa Rhino Sanctuary, und der Leopard ist selten.

Wo sehe ich in Uganda Löwen?

Im Queen-Elizabeth-Nationalpark (unter anderem Ishasha und Kasenyi) und im Murchison-Falls-Nationalpark.

Wo sehe ich Nashörner?

Im Ziwa Rhino Sanctuary auf dem Weg zu den Murchison Falls.

Ist ein Leopard garantiert?

Nein. Leoparden sind scheu und selten.

Ist Uganda besser als Kenia für die Big Five?

Nein. Für die Big Five sind Kenia und Tansania stärker, für Primaten ist Uganda die bessere Wahl.

So entsteht dieser Ratgeber

Wir planen Gorilla- und Primatenreisen in Uganda und arbeiten täglich mit den Permits, Sektoren und Regeln der Uganda Wildlife Authority (UWA). Tarife, Zeiten und Vorschriften prüfen wir bei jeder Aktualisierung an der offiziellen Quelle. Für Einreise, Gesundheit und Sicherheit verweisen wir auf die zuständigen Stellen: die Reisehinweise des EDA, Ihre reisemedizinische Beratungsstelle oder Ihren Hausarzt und die Einreisebehörde Ugandas.

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