Bild: Informationstafel mit den Regeln für das Gorilla-Trekking in Bwindi

Gorilla-Permit: Preise und Buchung

Was ein Permit in Uganda kostet, was es abdeckt und wie Sie sich rechtzeitig einen Platz sichern.

Redaktion Uganda Gorilla Trekking
8 Min. Lesezeit

Ohne Permit kein Gorilla-Trekking. Das Permit ist die Bewilligung der Uganda Wildlife Authority (UWA), an einem bestimmten Tag eine bestimmte Gorillafamilie zu besuchen. Für ausländische Gäste kostet es in Uganda USD 800 pro Person, in Ruanda USD 1'500.

Auf dieser Seite finden Sie alle Tarife, erfahren, was das Permit abdeckt und was nicht, wann Sie buchen sollten und was bei Krankheit oder einer Absage geschieht.

Die Tarife im Überblick

PermitPreis pro PersonHinweis
Uganda, Gorilla-TrekkingUSD 800Ganzjährig, alle Sektoren in Bwindi und Mgahinga
Uganda, AktionspermitsUSD 600Nur an einzelnen Daten in regenreichen Monaten, wenn die UWA sie ausschreibt; nicht umbuchbar
Uganda, Gorilla Habituation ExperienceUSD 1'500Ab 1. Januar 2027 USD 1'800; nur im Rushaga-Sektor, höchstens vier Gäste
Uganda, Ausländer mit AufenthaltsbewilligungUSD 700Nur mit gültiger ugandischer Aufenthaltsbewilligung
Ruanda, Volcanoes-NationalparkUSD 1'500Ganzjährig; zeitweise Rabatte in der Nebensaison

Die Tarife beruhen auf den veröffentlichten Preislisten der Uganda Wildlife Authority und des Rwanda Development Board und gelten für ausländische Gäste ohne Wohnsitz in Ostafrika. Beide Behörden passen ihre Tarife in unregelmässigen Abständen an, meist mit einigen Monaten Vorlauf. Bereits bezahlte Permits bleiben von späteren Preiserhöhungen unberührt.

Wichtig

Permits werden in US-Dollar abgerechnet, nicht in Franken. Der Frankenbetrag Ihrer Offerte hängt deshalb vom Wechselkurs am Zahlungstag ab. Wir weisen Sie in der Offerte darauf hin, welcher Kurs zugrunde liegt.

Was ist im Permit inbegriffen?

Das Permit ist mehr als eine Eintrittskarte. Es deckt alles ab, was am Trekkingtag mit dem Nationalpark zu tun hat:

  • Eine Stunde bei einer habituierten Gorillafamilie (bei der Habituation Experience vier Stunden)
  • Die Begleitung durch einen ausgebildeten Ranger-Guide der UWA und bewaffnete Parkwächter
  • Die Arbeit der Fährtenleser, die die Familie schon vor Sonnenaufgang suchen
  • Den Parkeintritt für den Trekkingtag
  • Das Briefing am Morgen und das Zertifikat am Schluss

Nicht inbegriffen sind die Fahrt zum Park, Unterkunft, Verpflegung, ein allfälliger Träger (rund USD 20 bis 25, direkt vor Ort bezahlt) und Trinkgelder. Diese Posten sind in unseren Reisen bereits eingerechnet, mit Ausnahme von Träger und Trinkgeld. Mehr zu den Gesamtkosten lesen Sie im Ratgeber Reisekosten.

Warum ist ein Permit so teuer?

USD 800 für eine Stunde wirken auf den ersten Blick hoch. Der Betrag finanziert aber ein System, ohne das es die Berggorillas kaum noch gäbe. Jede habituierte Familie wird täglich von Fährtenlesern begleitet, auch an Tagen ohne Besucher. Tierärzte überwachen die Gesundheit der Tiere, Ranger patrouillieren gegen Wilderei und Schlingenfallen, und neue Familien werden über Jahre hinweg habituiert.

Ein fester Anteil der Permit-Einnahmen fliesst zudem an die Gemeinden rund um die Parks, etwa in Schulen, Wasserprojekte und Gesundheitsposten. Das ist ein wichtiger Grund, weshalb die Menschen am Waldrand die Gorillas heute eher als Einnahmequelle denn als Konkurrenz sehen. Seit die Parks für Besucher geöffnet sind, ist der Bestand in der Region wieder gewachsen; heute leben weltweit wieder über tausend Berggorillas. Mehr dazu unter Der Berggorilla.

Dass Uganda günstiger ist als Ruanda, hat mit einer bewussten Entscheidung zu tun: Ruanda setzt auf wenige, zahlungskräftige Gäste, Uganda auf mehr Familien und mehr Plätze zu einem tieferen Preis. Beide Modelle finanzieren den Schutz, sie sprechen nur unterschiedliche Reisende an.

Was mit Ihrem Geld geschieht

Die Einnahmen aus den Permits fliessen an die Uganda Wildlife Authority, die davon nicht nur die Gorilla-Parks, sondern das ganze Netz der Nationalparks und Wildreservate Ugandas mitfinanziert. Ein Teil der Parkeinnahmen und ein fester Betrag pro Gorilla-Permit gehen an die Gemeinden, die direkt an Bwindi und Mgahinga grenzen. Über lokale Komitees entscheiden die Gemeinden selbst, ob damit Schulzimmer, Wasserleitungen oder Gesundheitsposten gebaut werden.

Wann sollten Sie buchen?

Pro Gorillafamilie werden täglich höchstens acht Permits vergeben. Bei rund zwanzig habituierten Familien in Uganda ist das Angebot pro Tag also begrenzt, und in den beliebten Monaten ist es schnell weg.

  • Juni bis September und Dezember bis Februar: Buchen Sie sechs bis zwölf Monate im Voraus, besonders wenn Sie einen bestimmten Sektor oder eine bestimmte Lodge wünschen.
  • März, Oktober und November: Drei bis sechs Monate Vorlauf reichen meist.
  • April und Mai: Oft auch kurzfristig möglich, dafür sind die Wege nasser.
  • Zwei Trekkings oder Habituation Experience: Hier ist das Angebot am knappsten. Planen Sie so früh wie möglich.

Die Reihenfolge ist wichtig: Zuerst wird das Permit gesichert, danach werden Unterkünfte und Fahrten darum herum geplant. Umgekehrt riskieren Sie, eine Lodge in Buhoma gebucht zu haben und ein Permit in Rushaga zu erhalten, zwei bis drei Stunden Fahrt entfernt.

So buchen Sie Ihr Permit

  1. Sie nennen uns Ihren Reisezeitraum, die Anzahl Personen und Ihre Wünsche.
  2. Wir prüfen bei der UWA, in welchen Sektoren und an welchen Daten noch Permits frei sind.
  3. Nach Ihrer Bestätigung und Anzahlung reservieren und bezahlen wir die Permits auf Ihren Namen und Ihre Passnummer.
  4. Sie erhalten die Bestätigung, und wir planen Unterkunft und Fahrten passend zum Sektor.
  5. Am Trekkingtag bringt Sie Ihr Guide rechtzeitig zum Briefing.

Permits sind personenbezogen und werden auf die Passnummer ausgestellt. Prüfen Sie deshalb vor der Buchung, ob Ihr Pass noch mindestens sechs Monate über die Rückreise hinaus gültig ist. Wird der Pass nachträglich erneuert, melden Sie uns die neue Nummer.

Wie Sie einer Familie zugeteilt werden

Das Permit gilt für einen Sektor, nicht für eine bestimmte Familie. Welche Familie Sie besuchen, entscheiden die Ranger am Morgen des Trekkingtages. Sie berücksichtigen dabei, wo sich die Familien aufhalten und wie fit die Gäste sind. Wer beim Briefing offen sagt, dass Knie oder Kondition Grenzen setzen, wird oft einer Familie zugeteilt, die näher am Ausgangspunkt lebt.

Eine Garantie für einen kurzen Weg gibt es nicht: Familien ziehen weiter, und eine Gruppe, die am Vortag nah war, kann am nächsten Morgen weit entfernt sein. Umgekehrt kann eine vermeintlich anspruchsvolle Familie an einem guten Tag schon nach einer Stunde erreicht sein.

Permits für Familien und Gruppen

Da pro Familie höchstens acht Gäste zugelassen sind, werden grössere Gruppen auf mehrere Familien oder Tage verteilt. Reisen Sie zu viert oder zu sechst, ist das in der Regel kein Problem, solange früh genug gebucht wird. Ab neun Personen planen wir getrennte Trekkings im selben Sektor oder in zwei Sektoren.

Für Familien mit Jugendlichen gilt: Alle Teilnehmenden müssen am Trekkingtag mindestens 15 Jahre alt sein. Die Ranger kontrollieren das Geburtsdatum im Pass. Jüngere Geschwister verbringen den Tag in der Lodge, bei einer Naturwanderung oder beim Batwa-Besuch, während die Älteren zu den Gorillas gehen.

Permit und Reisedaten richtig kombinieren

  • Nicht am Ankunftstag trekken: Wer in Entebbe landet, braucht mindestens einen Tag für die Fahrt. Das Trekking liegt frühestens am zweiten, meist am dritten Reisetag.
  • Name wie im Pass: Das Permit wird auf den Namen und die Passnummer ausgestellt. Tippfehler oder ein erneuerter Pass müssen rechtzeitig gemeldet werden.
  • Pünktlich zum Briefing: Wer zu spät kommt, riskiert, dass die Gruppe ohne ihn aufbricht. Deshalb übernachten Sie im richtigen Sektor.
  • Puffer nach dem Trekking: Planen Sie den Heimflug nicht am Abend des Trekkingtages. Dauert die Suche länger, geraten Sie sonst in Zeitnot.
  • Zwei Trekkings: Wenn möglich zwei verschiedene Familien und, falls die Route es zulässt, zwei Sektoren oder Parks.

Absage, Krankheit und Umbuchung

Die UWA hat klare und strenge Regeln. Ein bezahltes Permit wird in der Regel nicht zurückerstattet. Umbuchungen auf ein anderes Datum sind in begrenztem Rahmen und gegen eine Gebühr möglich, Aktionspermits gar nicht. Die genauen Bedingungen ändern sich gelegentlich, wir informieren Sie bei der Buchung über den aktuellen Stand.

Wer am Trekkingtag erkältet ist oder Fieber hat, wird von den Rangern nicht zu den Gorillas gelassen, denn Menschen können ihnen Atemwegsinfekte übertragen. Die UWA kann in diesem Fall einen Teil des Permits erstatten oder eine Umbuchung anbieten, das liegt aber in ihrem Ermessen. Umso wichtiger ist eine Annullationskostenversicherung, die auch Permits abdeckt. Mehr dazu im Blogbeitrag Reiseversicherung für Uganda.

Und falls die Familie nicht gefunden wird? Das kommt dank der Fährtenleser sehr selten vor. Bleibt die Suche ausnahmsweise erfolglos, prüft die UWA eine Teilerstattung oder einen Ersatztermin.

Häufige Missverständnisse

  • «Das Permit ist ein Ticket für den ganzen Park.» Nein, es gilt für einen Tag, einen Sektor und eine Stunde bei einer Familie.
  • «Mit dem Permit ist alles bezahlt.» Transport, Unterkunft, Träger und Trinkgelder kommen dazu.
  • «Man kann das Permit weitergeben.» Permits sind personenbezogen und nicht übertragbar.
  • «In der Regenzeit gibt es keine Gorillas zu sehen.» Die Tiere sind das ganze Jahr da, nur die Wege sind schlammiger.
  • «Ein teureres Permit bedeutet eine bessere Familie.» Alle regulären Permits kosten gleich viel, der Unterschied liegt nur bei der Habituation Experience.

Andere Primaten-Permits in Uganda

Neben den Gorillas vergibt die UWA Permits für weitere Primatenerlebnisse. Das Schimpansen-Trekking im Kibale-Nationalpark kostet 2026 USD 250, ab 2027 USD 300. Das Goldmeerkatzen-Trekking in Mgahinga und Schimpansen-Trekkings in kleineren Gebieten wie der Kyambura-Schlucht sind deutlich günstiger. Alle diese Aktivitäten lassen sich mit einem Gorilla-Trekking kombinieren; mehr dazu unter Schimpansen-Trekking und Goldmeerkatzen.

Uganda, Ruanda oder Kongo?

Berggorillas leben in drei Ländern. In Uganda kostet das Permit USD 800, und Sie haben die grösste Auswahl an Familien und Sektoren. In Ruanda kostet es USD 1'500, dafür ist der Volcanoes-Nationalpark von Kigali aus in gut zwei Stunden erreichbar. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist das Gorilla-Trekking wegen der Sicherheitslage derzeit keine Option, die wir empfehlen.

Den ausführlichen Vergleich mit Fahrzeiten, Gelände und Gesamtkosten lesen Sie auf der Seite Uganda oder Ruanda.

Häufige Fragen

Was kostet ein Gorilla-Permit in Uganda?

USD 800 pro Person für ausländische Gäste. An einzelnen, von der UWA ausgeschriebenen Daten gibt es Aktionspermits zu USD 600, die nicht umbuchbar sind.

Was kostet die Gorilla Habituation Experience?

USD 1'500 pro Person. Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Preis auf USD 1'800.

Kann ich ein Permit selbst buchen?

Grundsätzlich ja, direkt bei der UWA. In der Praxis buchen die meisten Reisenden über einen registrierten Reiseveranstalter, weil Permit, Sektor, Unterkunft und Transport zusammenpassen müssen.

Ist das Permit in Franken bezahlbar?

Die UWA rechnet in US-Dollar ab. Wir stellen Ihnen die Reise in Franken in Rechnung; der Dollarbetrag wird zum Tageskurs umgerechnet.

Ab welchem Alter gibt es ein Permit?

Ab 15 Jahren. Das Alter wird anhand des Passes geprüft.

So entsteht dieser Ratgeber

Wir planen Gorilla- und Primatenreisen in Uganda und arbeiten täglich mit den Permits, Sektoren und Regeln der Uganda Wildlife Authority (UWA). Tarife, Zeiten und Vorschriften prüfen wir bei jeder Aktualisierung an der offiziellen Quelle. Für Einreise, Gesundheit und Sicherheit verweisen wir auf die zuständigen Stellen: die Reisehinweise des EDA, Ihre reisemedizinische Beratungsstelle oder Ihren Hausarzt und die Einreisebehörde Ugandas.

Stimmt etwas nicht mehr oder fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, wir passen die Seite an.

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