Bild: Goldmeerkatze im Bambuswald

Goldmeerkatzen-Trekking in Mgahinga

Orangefarben, flink und nur in den Bambuswäldern der Virunga-Vulkane zu Hause.

Redaktion Uganda Gorilla Trekking
4 Min. Lesezeit

Die Goldmeerkatze ist eine Unterart der Diademmeerkatze und lebt nur an einem Ort der Welt: in den Bergwäldern der Virunga-Vulkane und einigen angrenzenden Wäldern. Ihr Rücken leuchtet in Orange und Gold, Gesicht und Glieder sind schwarz. In den hellgrünen Bambusstangen ist das ein wunderbarer Anblick.

In Uganda ist der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark der Ort, an dem Sie eine an Menschen gewöhnte Gruppe besuchen können. Das Trekking ist kürzer und leichter als eines zu den Gorillas und deshalb ein guter Auftakt oder eine Alternative für Familien.

Wer ist die Goldmeerkatze?

Die Goldmeerkatze ist eng mit der Diademmeerkatze verwandt und wird oft als deren Unterart geführt. Sie lebt in Gruppen von bis zu achtzig Tieren, die sich tagsüber in kleinere Trupps aufteilen. Ihr Lebensraum ist der Bambusgürtel der Vulkane zwischen etwa 2'500 und 3'000 Metern, wo sie vor allem junge Bambustriebe, Blätter, Früchte und Insekten fressen.

Weil Bambuswald durch Landwirtschaft stark zurückgegangen ist, gilt die Goldmeerkatze als stark gefährdet. In Mgahinga und im benachbarten Volcanoes-Nationalpark in Ruanda ist sie geschützt. Die Einnahmen aus den Permits helfen, ihren Lebensraum zu erhalten.

So läuft das Trekking ab

Wie bei den Gorillas beginnt der Tag mit einem Briefing am Parkeingang Ntebeko. Danach gehen Sie mit einem Ranger über Felder hinauf zum Bambuswald. Die Goldmeerkatzen fressen am liebsten junge Bambustriebe und Blätter und halten sich meist in einem überschaubaren Gebiet auf.

Nach einer halben bis zwei Stunden haben Sie die Gruppe meist erreicht. Dann bleiben Sie eine Stunde bei den Tieren. Anders als Gorillas sitzen Goldmeerkatzen selten still; sie springen zwischen den Bambusstangen hin und her, klettern hoch und kommen wieder herunter. Fotografisch ist das eine Herausforderung, aber gerade deshalb reizvoll.

Ablauf des Tages

  1. 7.30 Uhr: Treffpunkt am Parkbüro in Ntebeko, Briefing durch die Ranger.
  2. 8.00 Uhr: Aufbruch über Felder und entlang der Parkgrenze zum Bambuswald.
  3. Nach 30 bis 90 Minuten: Die Gruppe ist gefunden, die Stunde bei den Tieren beginnt.
  4. Mittag: Rückkehr zum Parkbüro und zur Lodge.
  5. Nachmittag: Frei für den Batwa-Pfad, eine Kanufahrt auf dem Lake Mutanda oder Ruhe vor dem Gorilla-Trekking.

Wetter und Kleidung

Im Bambuswald auf über 2'500 Metern ist es am Morgen oft kühl und feucht. Nehmen Sie eine warme Schicht, eine Regenjacke und gutes Schuhwerk mit. Die Wege sind in der Regenzeit rutschig, aber meist weniger steil als bei den Gorillas. Handschuhe helfen, wenn Sie sich an Bambusstangen festhalten.

Da die Goldmeerkatzen im Bambus sitzen, ist das Licht oft grünlich gefiltert. Das gibt stimmungsvolle Bilder, verlangt aber etwas Geduld bei der Belichtung.

Tipps für Fotos

  • Nutzen Sie eine kurze Verschlusszeit von 1/500 Sekunde oder schneller; die Tiere sind flink.
  • Im Bambuswald ist das Licht oft grell und fleckig. Belichten Sie eher knapp, damit das Orange nicht ausfrisst.
  • Warten Sie, bis ein Tier auf einem Bambushalm sitzt und frisst; dann ist die Chance auf ein scharfes Bild am grössten.
  • Ein Zoomobjektiv bis 300 oder 400 Millimeter ist hier nützlicher als beim Gorilla-Trekking.

Mehr Tipps finden Sie im Blog: Gorillas fotografieren.

Für Familien mit jüngeren Kindern

Für Gorilla-Trekkings gilt ein Mindestalter von 15 Jahren. Bei den Goldmeerkatzen liegt die Grenze tiefer. Das macht das Trekking zur idealen Aktivität für jüngere Familienmitglieder: Während die Älteren zu den Gorillas aufbrechen, erleben die Jüngeren ihren eigenen Primatentag. Fragen Sie uns nach der aktuellen Altersregel, sie wird von der UWA festgelegt und kann sich ändern.

Goldmeerkatzen und Gorillas kombinieren

Das Goldmeerkatzen-Trekking ergänzt jedes Gorilla-Trekking in Mgahinga oder im nahen Rushaga-Sektor von Bwindi. Es passt gut an den Tag vor einem Gorilla-Trekking oder zwischen zwei Trekkings, weil es die Beine schont und trotzdem ein echtes Primatenerlebnis ist.

Goldmeerkatzen auch in Ruanda

Auch im ruandischen Volcanoes-Nationalpark können Sie Goldmeerkatzen besuchen. Wer eine Reise ab Kigali plant, kann das Goldmeerkatzen-Trekking dort machen und die Gorillas in Uganda besuchen, oder umgekehrt. In Mgahinga ist das Erlebnis ruhiger, da weniger Besucher kommen.

Anreise und Unterkunft

Mgahinga liegt rund 14 Kilometer von Kisoro entfernt. Von Entebbe fahren Sie acht bis neun Stunden oder fliegen etwas über eine Stunde nach Kisoro; von Kigali sind es gut vier Stunden über die Grenze bei Cyanika. Unterkünfte gibt es in Kisoro, am Lake Mutanda und direkt am Parkeingang, zum Beispiel die Mount Gahinga Lodge.

Häufige Fragen

Wo kann man in Uganda Goldmeerkatzen sehen?

Am zuverlässigsten im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark, wo eine Gruppe an Menschen gewöhnt ist.

Wie schwierig ist das Goldmeerkatzen-Trekking?

Deutlich leichter als ein Gorilla-Trekking. Die Wege sind weniger steil, und die Tiere halten sich meist näher am Parkrand auf.

Brauche ich ein eigenes Permit?

Ja. Das Goldmeerkatzen-Trekking hat ein eigenes, deutlich günstigeres Permit.

Kann ich am selben Tag Gorillas und Goldmeerkatzen besuchen?

Das ist theoretisch möglich, aber anstrengend. Wir empfehlen, die beiden Trekkings auf zwei Tage zu verteilen.

So entsteht dieser Ratgeber

Wir planen Gorilla- und Primatenreisen in Uganda und arbeiten täglich mit den Permits, Sektoren und Regeln der Uganda Wildlife Authority (UWA). Tarife, Zeiten und Vorschriften prüfen wir bei jeder Aktualisierung an der offiziellen Quelle. Für Einreise, Gesundheit und Sicherheit verweisen wir auf die zuständigen Stellen: die Reisehinweise des EDA, Ihre reisemedizinische Beratungsstelle oder Ihren Hausarzt und die Einreisebehörde Ugandas.

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